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Trab des Pferdes: Mechanik, Technik und Tempo erklärt

Lektüre - Wörter

Wenn der Reitlehrer zum ersten Mal „und antraben!“ ruft, begreift man innerhalb von drei Sekunden, dass diese Gangart mit allem bricht, was man im Schritt gelernt hat. Es federt, es wirft einen hoch, und plötzlich muss man sich entscheiden: leichttraben oder aussitzen. Dabei ist der Trab des Pferdes die am leichtesten zu begreifende Gangart, sobald man ihre Mechanik einmal gesehen hat: zwei Takte, zwei Beinpaare und eine Phase, in der das Pferd den Boden überhaupt nicht berührt. Sie hat außerdem zwei Gesichter: das der täglichen Arbeit auf dem Reitplatz bei 14 km/h und das der Rennbahnen, auf denen die besten Traber mehr als 50 km/h laufen. Dieser Leitfaden liefert Ihnen die genaue Mechanik, die Zahlen zur Fortbewegung, die drei Arten zu traben, die Methode zur Kontrolle des richtigen Fußes und das, worum es im Trabrennen wirklich geht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Trab des Pferdes ist eine natürliche, schwebende, symmetrische Gangart im Zweitakt und liegt zwischen Schritt und Galopp.
  • Das Pferd setzt seine Beine in diagonalen Beinpaaren vor: rechtes Vorderbein mit linkem Hinterbein, dann linkes Vorderbein mit rechtem Hinterbein.
  • Zwischen den beiden Fußungen liegt eine Schwebephase, in der kein Bein den Boden berührt. Genau sie wirft Sie im Sattel nach oben.
  • Das Richttempo liegt beim Reitpferd im Arbeitstrab bei etwa 14 km/h.
  • Ein Trabtritt dauert rund 0,88 Sekunden, das entspricht einer Frequenz von 68 Tritten pro Minute.
  • Beim Leichttraben setzen Sie sich nieder, wenn das äußere diagonale Beinpaar auffußt: Das nennt man auf dem richtigen Fuß traben.
  • Im Rennsport liegt der Weltrekord im Trabfahren bei 1:07,6 auf den Kilometer, also fast beim Vierfachen des Tempos eines Schulpferds.

Der Trab des Pferdes: die Gangart einfach erklärt

Der Trab ist eine natürliche, schwebende, symmetrische Gangart im Zweitakt und steht auf der Tempoleiter zwischen Schritt und Galopp. Jedes dieser vier Wörter hat eine genaue fachliche Bedeutung, und wer sie kennt, beantwortet damit die Frage, die in jeder Abzeichenprüfung gestellt wird.

  • Natürlich: Das Pferd zeigt diese Gangart instinktiv, ohne dass man sie ihm beibringen müsste. Sie gehört zur selben Gruppe wie Schritt, Galopp und Rückwärtsrichten, im Gegensatz zu künstlichen Gangarten wie Passage oder Piaffe, die erst durch die Dressurarbeit entstehen.
  • Schwebend: Es gibt einen Moment, in dem kein Huf den Boden berührt. Genau das unterscheidet den Trab vom Schritt, einer schreitenden Gangart, bei der immer mindestens zwei Hufe Bodenkontakt behalten.
  • Symmetrisch: Was rechts geschieht, wiederholt sich links in identischer Form. Der Galopp dagegen ist unsymmetrisch, mit Rechtsgalopp und Linksgalopp.
  • Im Zweitakt: Das Ohr nimmt pro Tritt zwei gleich starke Schläge wahr, einen regelmäßigen Zweiertakt nach dem Muster „eins-zwei, eins-zwei“.

Auf die Frage, wie der Trab des Pferdes fachlich heißt, lautet die erwartete Antwort also schlicht: Er ist eine Gangart, und zwar die zweite der drei natürlichen Gangarten. Sein Richttempo liegt beim Reitpferd in der Arbeit bei rund 14 km/h, gegenüber etwa 6 km/h im Schritt.

Die Mechanik des Trabs: diagonale Beinpaare und Schwebephase

Im Trab bewegt das Pferd seine Beine paarweise in diagonaler Verbindung, mit einer Schwebephase zwischen jeder Fußung. Ein diagonales Beinpaar besteht aus einem Vorderbein und dem gegenüberliegenden Hinterbein. Es gibt also zwei davon: Das rechte diagonale Beinpaar verbindet das rechte Vorderbein mit dem linken Hinterbein, das linke diagonale Beinpaar das linke Vorderbein mit dem rechten Hinterbein.

Der vollständige Bewegungszyklus eines Tritts besteht aus vier Phasen, die ohne Unterbrechung ineinander übergehen:

  • Fußung des rechten diagonalen Beinpaars, wobei beide Beine praktisch gleichzeitig den Boden berühren.
  • Schwebephase: Alle vier Beine verlassen den Boden, das Pferd ist in der Luft.
  • Fußung des linken diagonalen Beinpaars, nach demselben Prinzip.
  • Zweite Schwebephase, bevor der Zyklus von vorn beginnt.

Diese Schwebephase ist der Schlüssel zu allem, was der Reiter spürt. Da das Pferd zweimal pro Tritt aus der Schwebe zurück auf den Boden kommt, überträgt es bei jedem Schlag einen senkrechten Stoß. Genau um diese Stöße abzufangen, wurde das Leichttraben erfunden. In der Dressur ist diese Schwebephase dagegen ausdrücklich erwünscht: Je deutlicher sie ausfällt, desto luftiger und ausdrucksstärker wirkt der Trab.

Die Messwerte zur Fortbewegung, wie sie das französische Pferdeinstitut IFCE erhoben hat, zeigen die tatsächliche Größenordnung dieser Bewegung. Ein Trabtritt dauert etwas weniger als eine Sekunde, rund 0,88 Sekunden. Die Trittfrequenz, die Reiter Kadenz nennen, liegt bei 1,13 Tritten pro Sekunde, also 68 Tritten pro Minute. Anders gesagt: Ihr Pferd schlägt ein Tempo, das einem langsam eingestellten Metronom sehr nahe kommt, und hält es minutenlang mühelos durch. Wenn Sie das mit der schnelleren Gangart und ihrer Mechanik im Dreitakt vergleichen möchten, zerlegt unser Ratgeber zum Galoppieren mit dem Pferd die Bewegung nach demselben Muster.

Schritt, Trab, Galopp: die drei Gangarten im Vergleich

Die drei natürlichen Gangarten unterscheiden sich in der Zahl der Takte, in der Art, wie sich die Beine verbinden, und darin, ob es eine Schwebephase gibt oder nicht. Diese Tabelle fasst zusammen, was man in der Prüfung wiedergeben und auf dem Reitplatz mit bloßem Auge erkennen können sollte.

Gangart Anzahl der Takte Typ Verbindung der Beine Durchschnittstempo Schwebephase
Schritt 4 Takte Schreitend, symmetrisch Beine fußen einzeln nacheinander Etwa 6 km/h Keine
Trab 2 Takte Schwebend, symmetrisch Diagonale Beinpaare Etwa 14 km/h Ja, zweimal pro Tritt
Galopp 3 Takte Schwebend, unsymmetrisch Einzelnes Hinterbein, diagonales Beinpaar, einzelnes Vorderbein Etwa 20 bis 30 km/h Ja, einmal pro Sprung

Aus dieser Tabelle lassen sich drei nützliche Schlüsse ziehen. Erstens ist der Trab die einzige Gangart mit einem streng zweiteiligen Rhythmus, weshalb man ihn sogar mit geschlossenen Augen sofort am Klang erkennt. Zweitens ist er die einzige Gangart, die zugleich symmetrisch und schwebend ist, und genau deshalb bildet er die Grundlage für nahezu die gesamte gymnastizierende Arbeit. Drittens ist der Sprung vom Schritt zum Trab beachtlich: Das Tempo verdoppelt sich schlicht, während der Abstand zwischen Trab und Arbeitsgalopp deutlich kleiner ausfällt.

Manche Rassen ergänzen dieses Trio um weitere Gangarten. Das Islandpferd ist der bekannteste Fall, denn bei ihm kommen Tölt und Pass zu Schritt, Trab und Galopp hinzu, weshalb es als Fünfgänger gilt.

Leichttraben, Aussitzen, Entlastungssitz: die Arten zu traben

Es gibt drei Arten, im Trab im Sattel zu bleiben, und jede davon beantwortet ein anderes Bedürfnis von Pferd und Reiter. Die Wahl ist keine Geschmacksfrage: Sie entscheidet über die Entlastung des Pferderückens und über die Feinheit Ihrer Hilfen.

  • Das Leichttraben: Sie stehen bei jedem zweiten Takt aus den Bügeln auf, gehen mit dem Schub des Pferdes mit und setzen sich beim folgenden Takt wieder nieder. Das ist die Variante für lange Abteilungen, für Ausritte und für jeden Beginn einer Einheit, denn sie entlastet den Rücken des Pferdes und ermüdet den Reiter deutlich weniger.
  • Das Aussitzen im Trab: Sie bleiben im Sattel sitzen und fangen die Bewegung mit Hüften und Becken ab. Das ist der Trab der Dressur, der die feinste Verbindung zum Pferd erlaubt, aber eine Losgelassenheit verlangt, die Anfänger erst nach einiger Zeit finden.
  • Der Entlastungssitz im Trab: Sie bleiben über dem Sattel in der Schwebe, ohne sich niederzusetzen, das Gewicht ruht in den Bügeln. Man nutzt ihn beim Springen, im Gelände und bei jungen Pferden, deren Rücken man unbedingt frei halten will.

Eine einfache Orientierung für die Wahl: Soll sich das Pferd dehnen und Muskulatur aufbauen, sind Leichttraben oder Entlastungssitz gesetzt. Geht es um Versammlung, Anlehnung und Präzision, ist Aussitzen die Antwort. Die meisten Einheiten wechseln zwischen allen dreien. Ein wirklich passender Sattel und Bügel in der richtigen Länge verändern das Gefühl in diesen drei Positionen völlig, und die restliche Reitausrüstung folgt derselben Logik: Entscheidend ist, dass Sie nicht gegen Ihre Ausrüstung kämpfen müssen, während Sie traben lernen.

Der richtige Fuß beim Leichttraben: die Regel und die Kontrolle

Beim Leichttraben auf dem Zirkel oder in der Bahn setzen Sie sich genau dann nieder, wenn das äußere diagonale Beinpaar auffußt. Das nennt man auf dem richtigen Fuß traben, und es ist vermutlich der Punkt, an dem die meisten Reitschüler in dieser Ausbildungsstufe hängenbleiben.

Der Grund ist mechanisch. Auf dem Zirkel trägt das innere Hinterbein mehr Last und leistet den größten Teil der Balancearbeit. Indem Sie sich auf dem äußeren Beinpaar niedersetzen, entlasten Sie dieses innere Hinterbein in genau dem Moment, in dem es das braucht. Ein Reiter, der dauerhaft auf dem falschen Fuß trabt, bringt sein Pferd aus dem Gleichgewicht und muskelt es auf Dauer ungleich auf.

Die Kontrolle gelingt mit einem einzigen Blick, ohne die Position aufzugeben:

  • Schauen Sie auf die äußere Schulter des Pferdes, unauffällig, ohne den Oberkörper zu neigen oder den Kopf zu senken.
  • Bewegt sich diese Schulter nach vorn, während Sie in der Luft sind, traben Sie auf dem richtigen Fuß.
  • Bewegt sie sich nach vorn, während Sie sitzen, sind Sie auf dem falschen Fuß.
  • Wechseln Sie den Fuß, indem Sie einen Takt länger sitzen bleiben und dann normal weitertraben. Ein einziger zusätzlicher Takt genügt, Sie müssen nicht bis drei zählen.
  • Wechseln Sie den Fuß grundsätzlich bei jedem Handwechsel und wechseln Sie auch auf der geraden Linie ab, damit sich keine Vorliebe einschleicht.
  • Prüfen Sie nach dem Gefühl, sobald Sie es einmal haben: Der richtige Fuß fühlt sich fließend an, der falsche fühlt sich an, als kämpfe man gegen das Pferd.

Eine Bemerkung, die viele Reiter beruhigt: Ein falscher Fuß in einer einzelnen Reitstunde schadet keinem Pferd. Zum Problem wird erst die Wiederholung über Monate, nicht der Fehler eines Tages.

Arbeitstrab, Mitteltrab, versammelter und starker Trab: die Dressurvarianten

In der Dressur gibt es vier Traboptionen, die die Länge des Tritts verändern, ohne den Rhythmus der Gangart anzutasten. Das ist der Punkt, der am meisten gegen die Intuition läuft, und zugleich der, der den Freizeitreiter vom Dressurreiter trennt.

  • Der Arbeitstrab: die Grundvariante, ausbalanciert und gleichmäßig, in der der größte Teil einer Einheit stattfindet.
  • Der Mitteltrab: Das Pferd greift weiter unter und deckt mehr Boden, mit längerem Tritt und leicht gedehntem Rahmen.
  • Der versammelte Trab: Die Tritte werden kürzer, das Pferd richtet sich auf und tritt stärker unter den Schwerpunkt. Das Tempo über dem Boden sinkt deutlich.
  • Der starke Trab: die größtmögliche Raumgriffigkeit, das Pferd schiebt die Vorderbeine nach vorn und deckt mit jedem Tritt so viel Boden wie möglich.

Und jetzt kommt das Überraschende: Zwischen versammeltem und starkem Trab ändert sich nicht die Schlagfolge, sondern die Länge jedes einzelnen Tritts. Die Kadenz bleibt nahe an den weiter oben genannten 68 Tritten pro Minute. Das Pferd tritt nicht schneller, es tritt größer. Genau das bewertet ein Dressurrichter, wenn er „Takt erhalten“ auf das Protokoll schreibt, und genau deshalb wird eine Verstärkung, die über schnelleres Tempo entsteht, immer abgewertet. Ein Pferd, das eilt, verlängert nicht, es verliert das Gleichgewicht.

Der Trab im Rennsport: Trabfahren, Trabreiten und echte Zeiten

Im Trabrennen muss das Pferd seine Zweitakt-Gangart vom Start bis ins Ziel halten: Wer galoppiert, wird disqualifiziert. Das ist die Grundregel dieser Disziplin, und sie verändert alles gegenüber Galopprennen, in denen das Pferd schlicht so schnell laufen darf, wie es kann.

Zwei Formate stehen nebeneinander. Beim Trabfahren sitzt der Fahrer im Sulky, einem leichten zweirädrigen Wagen, den das Pferd zieht. Beim Trabreiten sitzt dagegen ein Jockey im Sattel wie im Galopprennen, allerdings mit der Pflicht, im Trab zu bleiben. Das Trabreiten ist eine französische Spezialität und außerhalb Frankreichs kaum verbreitet.

Fachleute rechnen nicht in Stundenkilometern, sondern in Kilometerzeit, also in der durchschnittlichen Zeit für einen Kilometer. Achtung vor dem häufigen Missverständnis: Es handelt sich um einen Durchschnitt über die gesamte Renndistanz, nicht um eine Spitzengeschwindigkeit. Die Richtwerte, die man kennen sollte:

Kontext Leistung Entspricht einem Tempo von
Reitpferd im Arbeitstrab Gleichmäßiges Marschtempo Etwa 14 km/h
Guter Traber im Rennen Kilometerzeit von etwa 1:09 Etwa 52 km/h
Weltrekord im Trabfahren 1:07,6, aufgestellt von Homicide Hunter am 6. Oktober 2020 über 1 609 Meter Mehr als 53 km/h

Der vorherige Rekord gehörte Sebastian K mit 1:07,7 vom 29. Juni 2014. Die Größenordnung lohnt einen Moment Aufmerksamkeit: Ein Spitzentraber bewegt sich im Trab etwa viermal so schnell wie ein Schulpferd auf dem Reitplatz, und das bei exakt derselben Zweitakt-Mechanik und denselben diagonalen Beinpaaren.

Taktfehler im Trab: einen unreinen Trab erkennen

Ein fehlerhafter Trab ist ein Trab, in dem Regelmäßigkeit, Symmetrie oder Diagonalisierung nicht mehr stimmen, und er verdient immer einen genauen Blick. Wer das Beobachtete benennen kann, spricht darüber deutlich nützlicher mit Reitlehrer, Tierarzt oder Hufschmied.

  • Der unreine, auseinandergefallene Trab: Die beiden Beine eines diagonalen Paares fußen nicht mehr exakt gleichzeitig. Das Ohr hört dann drei oder vier Schläge statt zwei klarer Takte. Das ist oft das erste sichtbare Zeichen einer Bewegungsstörung.
  • Vorne Galopp, hinten Trab: Das Pferd galoppiert mit der Vorhand und trabt mit der Hinterhand. Die Bewegung wirkt verschoben und unbequem.
  • Vorne Trab, hinten Galopp: der umgekehrte Fall, das Pferd trabt vorne und galoppiert hinten.
  • Der Pass: Die Beine verbinden sich nicht mehr diagonal, sondern zu lateralen Beinpaaren, bei denen die beiden Beine derselben Seite gemeinsam vorgehen. Bei den meisten Rassen ist das ein Fehler, beim Islandpferd dagegen eine gesuchte Gangart.
  • Die Lahmheit: Ein schwächerer Tritt oder ein Kopf, der bei jeder Fußung eines Vorderbeins deutlich hochgeht, verrät Schmerz. Das Vortraben an der Hand auf gerader Linie ist übrigens der Standardtest, mit dem Tierärzte eine Lahmheit aufspüren.

Die richtige Reaktion ist einfach und ganz ohne Drama: Arbeit beenden, das Pferd an der Hand auf hartem Boden vortraben lassen, die Hufe kontrollieren. Ein großer Teil aller Taktunreinheiten hat seinen Ursprung im Huf, wie unser Artikel über den Huf des Pferdes im Detail zeigt. Hält die Auffälligkeit über eine Einheit hinaus an, rufen Sie lieber den Tierarzt an, statt abzuwarten. Ein guter Hufkratzer und eine Bürste bleiben die ersten Werkzeuge der täglichen Kontrolle, und sie gehören zu dem Zubehör für Pferde, das man immer griffbereit hat.

Im Trab besser werden: die Checkliste für Reiter

Die Schwierigkeit des Trabs ist fast nie eine Frage der Kraft, sondern der Losgelassenheit und des Rhythmus. Wer im Sattel hochgeworfen wird, hat nicht zu wenig Muskeln, sondern kämpft gegen die Bewegung, statt mit ihr zu gehen. Diese Punkte arbeiten Sie am besten der Reihe nach durch.

  • Hüften und Becken lösen, statt die Knie zu klemmen. Ein verkrampftes Knie schiebt den Reiter bei jedem Schlag aus dem Sattel.
  • Weit nach vorn schauen, zwischen die Ohren des Pferdes und zu dem Punkt, auf den Sie zureiten. Der Blick nach unten schließt die Haltung und zerstört das Gleichgewicht.
  • Das Becken mitgehen lassen, im Aussitzen in der Vor- und Rückbewegung, ohne es festhalten zu wollen.
  • Sich niemals an den Zügeln festhalten, um das Gleichgewicht zu retten. Wenn Sie Halt brauchen, greifen Sie in die Mähne oder an einen Halsriemen.
  • Zuerst das Leichttraben festigen und das Aussitzen anfangs nur über wenige Tritte üben, dann Schritt für Schritt verlängern.
  • Viele Übergänge Schritt-Trab-Schritt reiten: Diese Übung bringt Rhythmus und Durchlässigkeit sehr viel schneller als lange gerade Linien.
  • Die Takte laut mitzählen, für ein paar Tritte. Das eigene „eins-zwei“ zu hören hilft enorm dabei, den Rhythmus des Leichttrabens zu finden.

Bequeme Kleidung und Handschuhe, die die Zügel sicher halten, ersparen Ihnen die Hälfte der Verspannungen der ersten Einheiten, und das Wesentliche dafür finden Sie beim Reitzubehör. Und wer seine Leidenschaft über den Reitplatz hinaus verlängern möchte: Die Welt der Pferdedeko hält genug bereit, um sich ein schönes trabendes Pferd nach Hause zu holen, etwa bei den Pferdebildern.

Häufige Fragen zum Trab des Pferdes

Die häufigsten Fragen zum Trab drehen sich um seine Definition, sein Tempo und den Unterschied zwischen Leichttraben und Aussitzen. Hier die direkten Antworten, nützlich für die Prüfungsvorbereitung wie für das Verständnis dessen, was Sie im Sattel spüren.

Was ist der Trab des Pferdes?

Der Trab ist eine natürliche Gangart des Pferdes, schwebend, symmetrisch und im Zweitakt. Das Pferd setzt seine Beine in diagonalen Paaren vor, ein Vorderbein mit dem gegenüberliegenden Hinterbein, mit einer Schwebephase zwischen den Fußungen. Es ist die mittlere Gangart zwischen Schritt und Galopp, beim Reitpferd bei etwa 14 km/h.

Wie nennt man den Trab des Pferdes fachlich?

Man nennt ihn schlicht eine Gangart, genauer eine natürliche Gangart im Zweitakt. Der Trab gehört mit Schritt und Galopp zu den drei wichtigsten natürlichen Gangarten. Die zugehörigen Fachbegriffe lauten schwebende Gangart, symmetrische Gangart und diagonalisierte Gangart.

Wie schnell ist ein Pferd im Trab?

Ein Reitpferd trabt im Arbeitstrab mit rund 14 km/h. Im Rennsport erreichen Traber weit höhere Durchschnitte: Eine Kilometerzeit von 1:09 entspricht etwa 52 km/h, und der Weltrekord im Trabfahren liegt bei 1:07,6 auf den Kilometer.

Welche drei Gangarten hat das Pferd?

Die drei natürlichen Gangarten sind der Schritt, eine schreitende Gangart im Viertakt mit etwa 6 km/h, der Trab, eine schwebende Gangart im Zweitakt mit etwa 14 km/h, und der Galopp, eine schwebende, unsymmetrische Gangart im Dreitakt. Das Rückwärtsrichten wird manchmal als vierte natürliche Gangart mitgezählt.

Gibt es Pferde mit fünf Gangarten?

Ja. Das Islandpferd ist die bekannteste Rasse dafür: Es ergänzt Schritt, Trab und Galopp um Tölt und Pass, mit echter Raumgriffigkeit in allen fünf Gangarten. Auch andere Passrassen verfügen über zusätzliche Gangarten, etwa den Paso bei bestimmten südamerikanischen Pferden.

Was ist der Unterschied zwischen Leichttraben und Aussitzen?

Beim Leichttraben steht der Reiter bei jedem zweiten Takt in den Bügeln auf und setzt sich dann wieder nieder, was den Rücken des Pferdes entlastet und den Reiter weniger ermüdet. Beim Aussitzen bleibt er dauerhaft im Sattel und fängt die Bewegung mit dem Becken ab, was eine feinere Verbindung ergibt, aber sehr viel mehr Losgelassenheit verlangt.


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