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Cheval le plus rapide du monde

Welches ist das schnellste Pferd der Welt?

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Ein Quarter Horse erreicht auf 400 Metern fast 88 km/h. Ein Englisches Vollblut hält über 60 km/h ein ganzes Rennen lang durch. Und der offizielle Weltrekord gehört einer zweijährigen Stute, gestoppt bei 70,35 km/h. Ein normales Reitpferd galoppiert dagegen mit 40 bis 48 km/h. Hier sind die echten Geschwindigkeiten, Gangart für Gangart und Rasse für Rasse, und der Name des schnellsten jemals gestoppten Pferdes.

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Das schnellste Pferd der Welt: Winning Brew mit 70,35 km/h

Das schnellste Pferd der Welt heißt Winning Brew. Es handelt sich um eine zweijährige Vollblutstute aus dem Training von Francis Vitale, die ihren Rekord am 14. Mai 2008 auf der Rennbahn Penn National Race Course in Grantville, Pennsylvania, aufstellte.

Sie legte zwei Furlongs, also 402 Meter, in 20,57 Sekunden zurück. Das ergibt einen Durchschnitt von 70,35 km/h beziehungsweise 43,71 Meilen pro Stunde. Guinness World Records hat diese Leistung als höchste jemals in einem Rennen gemessene Geschwindigkeit anerkannt, und sie wurde seither nicht übertroffen.

Ein Punkt ist dabei wichtig: Diese 70,35 km/h sind ein Durchschnitt über 402 Meter, inklusive Start aus dem Stand. Die Spitzengeschwindigkeit auf halber Strecke liegt also höher. Das erklärt auch, warum je nach gemessenem Abschnitt leicht abweichende Zahlen kursieren.

Zur Einordnung: Der durchschnittliche Sieger des Kentucky Derby bewältigt seine 2 012 Meter mit rund 60 km/h. Der Streckenrekord von Secretariat aus dem Jahr 1973 mit 1:59,40 Minuten entspricht einem Schnitt von 60,6 km/h. Über zwei Kilometer 60 km/h zu halten und über 400 Meter auf 70 km/h zu kommen, sind zwei völlig verschiedene Aufgaben.

Wie schnell ist ein Pferd? Die Tabelle der Gangarten

Bevor es um Rekorde geht, lohnt der Blick auf das normale Pferd. Die häufigste Verwechslung betrifft den Galopp: Viele Quellen nennen 15 bis 20 km/h für den Galopp, doch dieser Wert entspricht in Wirklichkeit dem Trab oder dem Arbeitsgalopp.

GangartDurchschnittsgeschwindigkeitWas das bedeutet
Schrittetwa 7 km/hViertakt, immer ein Huf am Boden
Trabetwa 13 km/hZweitakt, die klassische Arbeitsgangart
Arbeitsgalopp16 bis 27 km/hDer Kanter, oft mit dem Galopp verwechselt
Galopp40 bis 48 km/hDer gestreckte Galopp eines Reitpferdes
Renngalopp60 bis 70 km/hEin Vollblut im Wettkampf

Ein normales Reitpferd hält seine Höchstgeschwindigkeit nur über wenige hundert Meter. Danach fällt es von selbst in sein Reisetempo zurück. Deshalb lassen sich Spitzenwerte und Renngeschwindigkeiten nie direkt vergleichen. Mehr zu den einzelnen Gangarten in unseren Beiträgen über den Galopp des Pferdes und den Trab des Pferdes.

Wie schnell ist ein Rennpferd im Galopp?

Im Rennen hält ein Englisches Vollblut 60 bis 65 km/h über Distanzen von 1 600 bis 2 400 Metern. Auf den ersten hundert Metern nach dem Start liegt die Spitze über 70 km/h, bevor der Jockey das Tempo einteilt.

Diese Geschwindigkeit stößt an eine bekannte physiologische Grenze: Im Galopp atmet das Pferd einmal pro Galoppsprung. Seine Lunge ist mechanisch an die Bewegung der Vorderhand gekoppelt. Es kann seine Atemfrequenz also nicht unabhängig von seiner Sprungfrequenz steigern, was die Ausdauer bei hohem Tempo begrenzt. Ein Rennpferd ist nach wenigen Minuten maximaler Belastung erschöpft.

Die offiziellen Zeiten der großen Prüfungen sind seit den 1970er Jahren bemerkenswert stabil, ein Zeichen dafür, dass die Rasse ein Plateau erreicht hat. Unsere Statistiken zum Pferderennsport zeigen diese Entwicklung im Detail.

Das Quarter Horse: am schnellsten über 400 Meter

Auf der Sprintdistanz schlägt keine Rasse das Quarter Horse. Es wurde mit Geschwindigkeiten von nahezu 88,5 km/h gestoppt, also 55 Meilen pro Stunde. Das ist der höchste Wert, der je einer Pferderasse zugeschrieben wurde.

Sein Name kommt direkt von seiner Spezialität: Sprintrennen über die Viertelmeile, also 402 Meter. Auf dieser Distanz, und besonders auf den ersten 300 Metern, lässt es das Englische Vollblut regelmäßig hinter sich. Ab etwa 600 Metern kehrt sich das Verhältnis um.

Diese Explosivität beruht auf seinem Körperbau: eine massige Hinterhand, stark bemuskelte Oberschenkel und ein hoher Anteil schneller Muskelfasern, die sofortige Leistung liefern, aber rasch ermüden. Das ist das genaue Gegenteil eines Distanzpferdes.

Das Quarter Horse stammt aus Nordamerika und ist seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Es gilt zugleich als vielseitigste Rasse überhaupt: Westernreiten, Ranchdienst, Rinderarbeit. Im Charakter ist es ruhig, kooperativ und sehr aufmerksam.

Pferdedeko

Das Englische Vollblut: am schnellsten über die Distanz

Gewinnt das Quarter Horse den Sprint, so gewinnt das Englische Vollblut das Rennen. Es hält den offiziellen Weltrekord, und es füllt die Tribünen beim Prix de l'Arc de Triomphe, beim Epsom Derby oder beim Deutschen Derby in Hamburg.

Die Rasse entstand im 17. und 18. Jahrhundert in England aus orientalischen Hengsten und wurde drei Jahrhunderte lang nach einem einzigen Kriterium selektiert: Geschwindigkeit über die Distanz. Das Ergebnis ist ein leichtes Pferd mit langen Gliedmaßen und tiefem Brustkorb.

Sein spektakulärster Vorzug ist das Herz. Ein Pferdeherz wiegt im Schnitt 4 bis 5 Kilogramm. Bei einem Spitzenvollblut kann es doppelt so schwer sein. Das Herz von Secretariat wurde bei der Obduktion 1989 auf fast 10 Kilogramm geschätzt. Je größer das Herz, desto mehr sauerstoffreiches Blut erreicht die Muskulatur pro Schlag.

Das Vollblut dient auch als Veredlerrasse: gekreuzt mit dem Araber ergibt es den Anglo-Araber. Den vollständigen Überblick bietet unser Ratgeber zu den Pferderassen.

Der Standardbred: Rekorde im Trab- und Passrennen

Der Standardbred ist der amerikanische Traber. Anders als oft behauptet bedeutet sein Name nicht "auf Geschwindigkeit gezüchtet". Er kommt vom Standard, der für die Eintragung ins 1879 eröffnete Zuchtbuch verlangt wurde: eine Meile im Trab oder Passgang in weniger als 2 Minuten 30. Jedes Pferd, das diese Zeit schaffte, wurde in die Rasse aufgenommen.

Die heutigen Rekorde liegen weit unter diesem Ausgangswert:

Gangart im SulkyRekord über die MeilePferd und JahrGeschwindigkeit
Trab1:48,4Homicide Hunter, 201853,5 km/h
Passgang1:46,0Always B Miki, 201654,7 km/h

Beide Rekorde entstanden auf der Bahn The Red Mile in Kentucky. Über 1 609 Meter mehr als 53 km/h im Trab zu halten, ohne je in den Galopp zu fallen, und dabei ein Sulky zu ziehen, ist eine Leistung ganz anderer Art als der Galopp eines Vollbluts.

Der Vollblutaraber: Ausdauer statt Spitzengeschwindigkeit

Der Vollblutaraber ist eine der ältesten Pferderassen überhaupt. Als leichtes Reitpferd misst er 1,40 bis 1,55 Meter Stockmaß bei 400 bis 450 Kilogramm.

Bei der reinen Geschwindigkeit kann er nicht mithalten: Über 65 km/h kommt er in der Spitze selten hinaus, deutlich hinter Quarter Horse und Englischem Vollblut. Sein Terrain ist die Ausdauer. Auf Distanzritten über 120 bis 160 Kilometer ist er konkurrenzlos.

Diese Überlegenheit beruht auf seiner Herzerholung und seiner Wärmeregulierung, beides Erbe einer Zucht im Trockenklima. Der richtige Vergleichsmaßstab ist hier also nicht die Höchstgeschwindigkeit, sondern das über Stunden gehaltene Durchschnittstempo.

Was ein Pferd schnell macht: Sprunglänge, Frequenz und Herz

Die Geschwindigkeit eines Pferdes lässt sich auf eine einfache Multiplikation zurückführen: Sprunglänge mal Sprungfrequenz. Alles andere folgt daraus.

Die Sprunglänge ist die Strecke zwischen zwei Aufsetzern desselben Beins. Bei einem Vollblut im Renngalopp erreicht sie 6 bis 7 Meter. Sie hängt von der Größe, vom Schulterwinkel und von der Beweglichkeit des Rückens ab, nicht allein von der Beinlänge.

Die Frequenz ist die Zahl der Galoppsprünge pro Minute. Ein Rennpferd liegt bei 130 bis 140 Sprüngen pro Minute, die besten Sprinter kommen auf 160. Genau hier liegt der Vorteil des Quarter Horse: Seine Frequenz ist höher als die des Vollbluts, das dies durch eine längere und länger gehaltene Sprunglänge ausgleicht.

Hinzu kommen die Herzleistung, der Anteil schneller Muskelfasern und das Gesamtgleichgewicht des Körperbaus. Das Stockmaß allein ist dagegen kein verlässlicher Indikator: Ein großes, schlecht proportioniertes Pferd läuft langsamer als ein kompakt und korrekt gebautes.

Die schnellsten Pferderassen im Überblick

RasseSpitzengeschwindigkeitBevorzugtes Terrain
Quarter Horse88 km/hSprint über 400 Meter
Englisches Vollblut70 km/hRennen über 1 200 bis 2 400 Meter
Vollblutaraber65 km/hDistanzritte über 120 bis 160 km
Achal-Tekkiner55 km/hLange Distanzritte
Standardbred55 km/hDie Meile im Sulky, im Trab oder Passgang
Appaloosa55 km/hKurze Rennen

Die Antwort hängt also von der Fragestellung ab. Über 400 Meter ist das schnellste Pferd der Welt das Quarter Horse. In einem echten Rennen ist es das Englische Vollblut, und der offizielle Rekord bleibt der von Winning Brew mit 70,35 km/h. Über 160 Kilometer kommt der Araber als Erster an.


1 Kommentar

  • MOTHE

    LE CHEVAL LE PLUS RAPIDE DU MONDE DEPUIS PLUS DE 50 ANS EST “SECRETARIAT” toujours invaincu sur la distance et dans les chronos

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